Credit Suisse wegen Geldwäscherei schuldig gesprochen

Das Bundesstrafgericht hat die Schweizer Grossbank zu einer Busse von zwei Millionen Franken verurteilt. Die CS möchte gegen den Entscheid Berufung einlegen.

Eine Mitarbeiterin der CS soll mit Finanztransaktionen geholfen haben, die Herkunft von bulgarischem Drogengeld zu verschleiern.

Darum gehts:

  • Die Credit Suisse muss gemäss Bundestrafgerichtsentscheid eine Busse von zwei Millionen Franken bezahlen.
  • Dies, weil sie zur Verschleierung der Herkunft von Drogengeld beigetragen haben soll.
  • Die CS möchte gegen den Entscheid Berufung einlegen.

Der ehemalige bulgarische Spitzenringer Evelin Banev wurde bereits wegen Drogenschmuggels zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Er soll zusammen mit seinem Clan viele Tonnen Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt haben, wie SRF schreibt.

Laut Anklageschrift hat ein Vertrauter Banevs Millionen in Rollkoffern zur Credit Suisse gebracht und das Geld in ein Schliessfach gelegt. Eine Mitarbeiterin der CS soll mit Finanztransaktionen geholfen haben, die Herkunft des Geldes zu vertuschen. Die Beraterin hat nach eigener Aussage die Anweisungen ihres Chefs befolgt.

Das Gericht schreibt in einer Mitteilung, es habe Mängel der Bank festgestellt, beispielsweise bei der Führung der Kundenbeziehungen mit der kriminellen Organisation sowie bei der Umsetzung von Regeln zur Bekämpfung von Geldwäscherei. Die Grossbank schreibt ihrerseits, sie nehme den Entscheid zur Kenntnis, möchte jedoch gegen den Entscheid des Bundesstrafgerichts Berufung einlegen. Die Untersuchung liege mehr als 14 Jahre zurück. 

Quelle: 20min.ch