Durch Innovation die Zukunft des Plastiks verändern

Die Konsumgüterindustrie ist gezwungen, ihre bisherigen Vorgehensweisen zu überdenken und zukunftsfähig zu machen. Ziel dabei ist es, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu reduzieren oder sie in ein Kreislaufsystem einzubinden und so wieder verwertbar zu machen. Anhand eines Luzerner Start-ups zeigen wir euch aktuelle Beispiele von innovativen Lösungen.

Umweltschädlicher Konsum

Wir schaden uns selbst, mit dem, was wir produzieren, kaufen, verwenden und nicht richtig entsorgen. In der Schweiz entstehen so jährlich rund 80 bis 90 Millionen Tonnen an Abfall. Durch die aktuelle Pandemie sind täglich davon 17.5 Tonnen reine Hygienemasken, die immer mehr in unserer Umwelt auf Strassen und Wiesen auftauchen und sich selbst von allein nicht abbauen werden. Innovative Produkterschaffungen sind für unsere Umwelt zwingend notwendig, damit solche Zahlen nicht noch weiter steigen.

Entwicklung des Einweg- zum Mehrwegverbrauchs

Was früher einmal benutzt wurde, wird heute weiterverarbeitet. Bei Zeitungen, Trinkflaschen, Nasstüchern und vielen weiteren typischen Alltagsprodukten hat der Wandel bereits begonnen. Wo das Material Plastik nicht verzichtbar ist, probiert man schon zu einem grossen Teil, diese Produkte in einen Werkstoffkreislauf zu integrieren, damit sie erhalten bleiben und nicht neu hergestellt werden müssen. Diese Produkte werden sichtbar durch das Recyclingsymbol gekennzeichnet. Firmen setzen somit ein Zeichen für die Umwelt, Tiere und unsere eigene Gesundheit – Einweg-Plastik wieder verwendbar zu produzieren.

Zukunft Kreislaufsystem – wir haben keinen Platz mehr für Abfall

Zeit, dass sich das zum besseren entwickelt. Die Kreislauffähigkeit ist heutzutage die einzige, zukunftsfähige Entwicklung, die wir durchmachen können, um die enormen Abfallmengen tragen zu können. Ein sehr aktuelles Beispiel liefert das Luzerner Start-up «ReWorks» mit der Lancierung von 100 Prozent recyclebaren Einweg-Hygienemasken. Die Schutzmasken der Marke EcoBreathe(TM), welches das Jungunternehmen ab Mitte Februar 2022 vertreiben wird, werden in mitgelieferten Behältern gesammelt und von der Schweizerischen Post abgeholt. Die gesammelten Masken werden dann in das Recyclingzentrum von Recoplast in Solothurn angeliefert. Dort werden die Masken zerlegt, geschreddert und eingeschmolzen. Daraus entsteht neues Kunststoffgranulat, welches für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden kann. Dadurch könnte künftig die tägliche Abfallmenge von Schutzmasken massiv minimiert werden – bedarf aber auch einem etwas höheren Aufwand, die Masken richtig zu trennen.

Quelle: pressetext.com