Agenda 2030: Jeder Beitrag zählt

Im September 2015 haben sich die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen inklusive der Schweiz entschieden, im Rahmen der Agenda 2030 für eine bessere Zukunft zusammen zu arbeiten. Lesen Sie hier, warum auch Sie von den SDGs profitieren und was Sie tun können, um die Schweiz bei der Umsetzung zu unterstützen.

Vor rund sieben Jahren wurden in der Agenda 2030 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDG) festgelegt, die global für eine nachhaltige Entwicklung sorgen sollen. Ziele, die für alle gelten und die den extremen Hunger beenden, Ungerechtigkeit und Ungleichheit bekämpfen sowie Biodiversität und das Klima schützen sollen. Warum ist das etwas Besonderes? Bei der Agenda 2030 handelt es sich um einen inklusiven Prozess, der von Anfang an alle miteinbezieht: die Politik, die Wirtschaft, die Zivilgesellschaft und auch die Bürger*innen.

Herausforderungen bei der Umsetzung 

Auch die Schweiz hat sich zur Agenda 2030 bekannt und erstattet alle vier Jahre Bericht darüber, wie sie bei der Umsetzung der SDGs vorankommt. In diesem Jahr steht der nächste Bericht an. Wie wird die Schweiz abschneiden?

Es ist zu vermuten, dass die Umsetzung der SDGs weiterhin eine grosse Herausforderung darstellt: Als wohlhabender Staat hat die Schweiz einen überdurchschnittlich hohen Konsum und damit auch Ressourcenverbrauch. Durch die von uns genutzten Produkte und deren globaler Produktion verstärken wir viele Missstände global – beispielsweise den Hunger. Auch bei der Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz schneidet die Schweiz in den hinteren Rängen der OECD-Länder ab. Es bleibt also noch viel zu tun, wenn die Schweiz die Ziele bis 2030 national erreichen möchte.   

Umsetzung gelingt nur gemeinsam

Tatsächlich kann die Umsetzung nur gelingen, wenn alle ihren Beitrag leisten. Alle Teile der Gesellschaft müssen anpacken – und ganz besonders die Wirtschaft. Denn wo die Wirkungskraft der Politik aufhört, fängt die der Unternehmen an. Die Wirtschaft kann die Welt zum Besseren verändern mit Mut zur Transformation, Verantwortungsbewusstsein, aber vor allem durch ihre Innovationskraft. 

Agenda 2030: Eine Chance für Unternehmen 

Unternehmen sind seit jeher darauf ausgelegt, sich auf Risiken und Chancen des Marktes einzustellen. Nun gilt es für jedes Unternehmen zu entscheiden, ob es nachhaltiges Wirtschaften als Risiko oder vielmehr als Chance betrachtet.

Die Agenda 2030 bietet einen klaren Ausblick, auf das was kommen wird: Sie zeigt, wo wir bis 2030 stehen müssen, wenn wir in einer nachhaltigen Welt leben möchten; aber vor allem zeichnet sie auf, in welche Richtung der Markt steuern wird. 

Somit ist die Agenda 2030 auch eines: eine Orientierungshilfe für Unternehmen auf dem Markt der Zukunft. Denn die SDGs machen es privatwirtschaftlichen Unternehmen einfacher, sich individuell mit dem Wandel zu bewegen. Aufgrund der Vielfalt der SDGs können Unternehmen anhand ihrer eigenen Möglichkeiten, Verantwortung übernehmen und sich gleichzeitig auf die Zukunft ausrichten. 

öbu unterstützt Sie

Auch Sie in Ihrem Unternehmen können von der Ausrichtung an den SDGs profitieren, denn nachhaltige Produkte erfahren eine stetig steigende Nachfrage. Wo Sie anfangen können? 

  • Prüfen Sie Ihre Lieferkette: Können Sie diese nachhaltiger oder sozialer gestalten?
  • Prüfen Sie Ihren Einkauf: Gibt es Möglichkeiten in Ihrer Produktion, kreislauffähige Materialien oder Angebote zu nutzen und so Ressourcen zu schonen?
  • Prüfen Sie Ihren Energie- und Ressourcenverbrauch: Haben Sie schon einmal geprüft, wo Sie CO2, bspw. durch Ressourcen oder Energie, einsparen können?
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden: Wissen Ihre Mitarbeitenden, wie Sie nachhaltig wirtschaften können?

Bei der Agenda 2030 zählt jeder Beitrag – auch Ihrer. öbu unterstützt Sie bei den oben genannten Themen, so dass Sie in Ihrem Unternehmen im Rahmen der öbu-Schwerpunktthemen die Agenda 2030 fördern können. 

Quelle: öbu – der Schweizer Verband für nachhaltiges Wirtschaften